Lovetoy-Test: „Stranger II“

Lila macht geila…

Britta und Bernd haben für das Augenweide-Magazin ein Lovetoy getestet, den Vibrator Stranger II der Firma Funfactory. Viel Spaß mit dem nachfolgenden Testbericht.

„Danke Herr Lovetoybote“ (kurz: DHL) oder „Ich will es! Jetzt! Sofort! Gib`s mir endlich!“, können wir uns gerade noch verkneifen bei der Test-Toy-Lieferung von Augenweide. Wie nebensächlich wechselt die unscheinbare Schachtel ihren Besitzer. Die schlichte Beschriftung lässt allerdings auch keine Rückschlüsse auf Absender oder Inhalt zu.

Stranger_II

Nur wir Spielkinder wissen es besser: Heute wird nicht mehr in der Nase gebohrt - jetzt sind andere Körperregionen dran.
Inliegend eine beige-rote Schachtel mit Magnetverschlüssen, die durch beidseitiges Aufklappen den Blick auf die Produktinformation auf edlem Silbergrund samt Sichtfenster freigeben. Tadaaa… Zum Vorschein kommt der Stranger II in blassem lila (candy violett) aus der G2-Kollektion von Fun Factory. Dieser Multispeed-Vibrator der zweiten Generation, made in Germany, mutet auf den ersten Blick sehr futuristisch an. Rein optisch hat er etwas von einer lila Raupe gekreuzt mit einem Laserschwert. Und was macht man in Friedenszeiten mit Schwertern?! Man steckt sie in die Scheide.

Also dann: Beam me up – rauf auf`s Holodeck und das Chill-Out-Programm eingeschaltet.

„Wow, der fühlt sich ja total realistisch an, der bringt`s locker auf 300 g“, freut sich die Frau. Gesunde 20 cm Länge hat der „Stranger II“. Gefertigt aus hochwertigem, geruchlosem, anti-allergenem Silikon (laut Hersteller aus dem Medizinbereich) und mit einem zulaufenden Durchmesser von 28mm an der Spitze bis zu 40 mm am Griff. Dort müssen wir aber erst mal zwei Mignon AA Batterien einführen, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Stattdessen gibt es aber eine Gebrauchsanweisung in sechs Sprachen, mit der Verwendungsempfehlung des Toy-Fluids/Gleitmittels des Herstellers, welches laut Packungsbeilage für das „rundum angenehme Gefühl beim Einführen sorgt“. Und wie üblich wurde ein Pröbchen davon mitgeliefert, wie wir es von anderen Spielzeugen aus diesem Hause gewohnt sind. So oder so – es „flutscht“ schon… Erst mal geschmeidig die Akkus reinstecken. Das Öffnen des Batteriefachs geschieht durch gleichzeitigen, festen Druck auf zwei markierte Punkte unterhalb des dunkelgrauen Deckels, der sich dann leicht von dem hellgrauen Teil abnehmen lässt. Da der spritzwassergeschützte Motor schräg am Schaft angebracht ist, muss man auf dieses Detail achten, sonst braucht man ewig dazu. Geschlossen wird das Fach durch simples Zuklappen, wobei man das Einrasten deutlich hören kann. Nun steht unserem Test nichts mehr im Wege.

Stranger_II

Mit leicht gespreizten Beinen und dem Toy in der Hand liege ich da und schaue meinen Freund an. „Na?! Auch mal?“ Er zögert. „Nein, Du zuerst. Ich behalte die Technik im Auge… Du machst das schon.“

Na, dem werd ich's zeigen. Genussvoll lasse ich das leise summende Teil mit der gerillten (Raupen-)Seite über meine Vulva gleiten. Immer auf und ab. Der „Fremde“ passt sich meinen Formen gut an (ergonomisch eben). Jetzt drehe ich den Dildo, er „leckt“ mit dem Riesenzungenprofil seiner Rückseite meine Klitoris... Meine Augen genüsslich geschlossen, hin und wieder ein kleiner Stoßseufzer... 

„Oh Weib, sieht das geil aus“, höre ich meinen Freund sagen.

Ich blinzle ihn an. „Immer die Technik im Auge, was?!“ Erwischt!!! Mit einer Hand stelle ich den Drehschalter stufenlos höher. Ihm scheint es zu gefallen, was man ihm auch weiter unten ansehen kann. Ich verstehe das als Einladung und streiche mit dem weichen Silikon sanft über seine Hoden. „Die Größe stimmt“, sage ich, während ich den Lila-Lover vergleichend an sein Genital drücke. „Unglaublich, was in so einem kleinen Motor alles drin steckt“, sagt er, „aber jetzt Du wieder…“, stöhnt er, darum bemüht, sachlich zu bleiben. „Okay“, lächle ich und schiebe den „Stranger II“ da hinein, wo mein Freund jetzt wohl gerne in mir wäre. Der Motor stockt ein bisschen. „Wusste ich`s doch… es geht eben nichts über das Original.“
Aber Frau weiß sich zu helfen… und ich sage: „Nimmt man Raupen zu sich, hat man bald Schmetterlinge im Bauch… oder kommt eben einfach nur gewaltig!“

Alles in Allem ein wirklich schönes Spielzeug für Paare. Der technische Aussetzer basiert auf einem mir bekannten Problem bei den Fun-Factory-Toys, nämlich dass der Regler bei manchen Exemplaren zu leichtgängig ist. Dann schon vorher die kleine Gegenschraube des Drehschalters im Inneren des Batteriefachs mit einem kleinen Kreuzschlitzdreher/Nagelfeile vorsichtig nachziehen, bis der Schalter fester hält.

Strange_II

In der Dusche benutzt, lässt sich der „Stranger II“ dort nachher auch leicht mit etwas Seife reinigen, nur tauchen sollte er nicht, auch nicht in die Analen. In Ruhezeiten bitte ohne Batterien und in einem fusselfreien Stoffbeutel aufbewahren. Dann fühlt sich der Stranger bei Euch nicht mehr lange wir ein Fremder, dann werdet Ihr viel Spaß mit ihm haben.

Ach und noch was…von Frau zu Frau: Mit den winzigen aber starken Magneten aus der Umverpackung, kann man Teelichter auf dem Badewannenrand befestigen. ;-)

Der Stranger II war übrigens auch im Fun Factory Set enthalten und hatte daher eine Gelegenheit für einen zweiten Auftritt.

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